2. Novembar 2015

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17.08.2013, Besuch des Kulturzentrums der Bosniaken in Novi Pazar

Seit 2009 besteht die Bosnische Kulturgemeinde in Novi Pazar

Ziel ist der Erhalt der kulturellen Identität der Region und das Zusammenwachsen der Ethnizitäten. Die Jugendarbeitslosigkeit ist sehr hoch.

Obgleich in der Majorität, 50 % der direkten Mandate haben die Bosniaken erhalten.

Auf kulturellem Gebiet setzt sich u.a. die Institution für den Erhalten der klassischen bosniakischen Literatur ein.

17.08.2013, Besuch beim Nationalrat der Bosniaken

Kriminalität, Isolation, Korruption, dunkle Kanäle in denen z.B. veruntreute 4 Mio. € verschwinden.

Der Nationalrat setzt sich für ein autonomes Sandzak ein, insbesondere aufgrund des auch in der hiesigen Region verübten Genozids. Es existiert eine Akademie.

Finanziert werden sie durch Spendengelder aus der „Diaspora“

Die Gesprächspartner berichteten von Übergriffen in 2010 durch Polizisten gegen Journalisten (dies ist auch überprüfbar hier in der EU, z.B. durch die Berichte der Gesellschaft für bedrohte Völker, die auch in B+H eine Nebenstelle unterhalten). Der Nationalrat steht auch in Kontakt mit der Gesellschaft für bedrohte Völker in Göttingen.

17.08.2013, Bosniakische Kulturstiftung – Treffen mit dem Stv. Leiter Dr. Admir Muratovic in Novi Pazar am

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Im II. Weltkrieg 1943-45 gab es noch grenzüberschreitende Aktivitäten im besten Sinne.

Auch hier wurde beklagt, dass die Versprechungen durch die Politik in Zusammenhang mit Referendum für ein unabhängiges Montenegro nicht gehalten wurden. 1

1. Solche Einschätzungen waren offensichtlich auch den Befürwortern der Unabhängigkeit sehr wohl bekannt. In ihre Kalkulationen hatten sie die Stimmen der Bosniaken und Albaner fest eingeplant. Laut jüngster Volkszählung stellen diese ethnischen Gruppen nämlich über 17 Prozent der Bevölkerung – und waren damit äußerst wichtig für den Ausgang des Referendums. Der montenegrinische Regierungschef Milo Djukanovic hatte das früh erkannt. Seit Jahren werden die Minderheiten mit üppigen politischen und finanziellen Geschenken überhäuft, sie erhalten maßgeschneiderte Gesetze und werden in die Arbeit der Regierung mit eingebunden. Noch kurz vor dem Referendum wurde ein solches Gesetz verabschiedet, erklärt Rifat Fejzic: “Erst kürzlich wurde im Parlament ein Gesetz beschlossen, das die Rechte und Freiheiten der Minderheiten reguliert. Und das zeigt uns, dass die Muslime in einem unabhängigen Montenegro einen viel besseren Status haben werden als in der Staatsgemeinschaft von Serbien und Montenegro.”

Keine Randerscheinung mehr

Neben den praktischen Vorteilen spielten für viele Muslime auch weiterreichende Überlegungen eine wichtige Rolle bei der Entscheidung für die Unabhängigkeit. In einem gemeinsamen serbisch-montenegrinischen Staat stellten sie nur etwa knapp drei Prozent der Bevölkerung, erklärt das Oberhaupt der Muslime. Damit waren sie im politischen Leben nur eine Randerscheinung.

Mit diesem Argument widerspricht er den wenigen muslimischen Gegnern der Unabhängigkeit, die vor allem im Sandzak, einer mehrheitlich von Bosniaken bewohnten -Region entlang der serbisch-montenegrinischen Grenze zu finden sind. Sie weisen darauf hin, dass durch die Unabhängigkeit Montenegros eine neue Grenzziehung durch den Sandzak erfolgen wird. Für Fejzic, der selber aus dem Sandzak kommt, ist

Eine Zusammenführung der Region Sandzak auf montenegrinischen und serbischem Gebiet wird durch die Gründung einer EUREGIO erhofft.

Der Nationalrat der Bosniaken regt ebenfalls eine grenzüberschreitende Region Sandzak an.

Auch sie erhoffen sich davon einen Stopp bei den Abwanderungen. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt über 50 %

Wirtschaft: Agrarwirtschaft,

Holz, Schuhe, Textil

Sie kämpfen gegen das Vorurteil, dass die Bezeichnung ‚Bosniaken‘ negativ besetzt ist, sie häufig

als terroristische Muslime verdächtigt werden.

Die Region Sandzak ist heute auf keiner Karte zu finden. Der Genozid aus den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts und Folterungen haben dazu geführt.

Auf dem Gebiet des Sandzak sind es 60 % Bosniaken, in Serbien machen die Bosniaken 3 % aus.

dies das kleinere Übel. Er glaubt, dass viele Muslime mit ihrer Stimme für die Unabhängigkeit Montenegros einem Wiedererstarken großserbischer Ideen endgültig einen Riegel vorschieben wollten.

Eine ähnliche Meinung vertreten die Repräsentanten der montenegrinischen Albaner, die teils Muslime, teils Katholiken sind. Auch sie wurden von Premier Djukanovic heftig umworben: mit Ministerposten, zusätzlichen Grenzübergängen an der albanisch-montenegrinischen Grenze, einem modernen Krankenhaus in der mehrheitlich von Albanern bewohnten Küstenstadt Ulcinj, einer albanischen Fakultät in Podgorica und mit erheblichen Finanzhilfen für ihre Gemeinden. Der Präsident der Demokratischen Union der Albaner und Mitglied des montenegrinischen Parlaments, Ferhat Dinosa, hebt besonders das neue Minderheitengesetz hervor, mit dem fast alle Wünsche der Bosniaken und Albaner erfüllt werden. Die montenegrinische Regierung habe den Parlamentsfraktionen der bosniakischen und albanischen Parteien sogar zahlreiche Sonderrechte eingeräumt, erklärt Ferhat Dinosa: “Diese parlamentarischen Gruppen können als Vertreter der Minderheiten ein Veto einlegen, wenn eine Entscheidung die Grundlagen der nationalen Identität irgendeiner Minderheit berühren sollte.”

Es ist also kein Wunder, dass die meisten Albaner und Bosniaken für die Unabhängigkeit gestimmt haben. So haben sich im mehrheitlich albanisch bewohnten Ulcinj 88,5 Prozent der Stimmberechtigten für die Unabhängigkeit ausgesprochen. In Rozaje im Sandzak waren es sogar über 91 Prozent.

17.08.2013, Besuch der Bosnischen Kulturgemeinde mit Sitz Rožaje/Montenegro

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Rožaje ist eine Kleinstadt mit 9100

Einwohnern im nordöstlichsten Zipfel von Montenegro. Sie befindet sich in der Nähe der Grenze zwischen Montenegro, Serbien und dem Kosovo auf etwa 1015 m Höhe. Der Ort ist auch das Zentrum der gleichnamigen Gemeinde mit 22.700 Einwohnern.

Die Gemeinde (Opština) Rožaje liegt in der Region des Sandzak von Novi Pazar. Der Fluss Ibar, der hier entspringt, und die 2403 m hohe Hajla sind bekannte Naturschönheiten der Region.

Auch hier wurde in den Gesprächen geschildert, dass viele Bosniaken in der Diaspora D, Belgien, Luxemburg, Niederland und USA leben ca. 5-8 Tsd.

Die Aufnahme in die EU ist für sie mit viel Hoffnung verbunden

96 % der Bevölkerung hier sind Bosniaken, 4 % sind Albaner, Serben und Montenegriner

Die Bosniaken in der Region haben nahezu zu 100% für die Unabhängigkeit Montenegros gestimmt.

Ohne die Stimmen der Bosniaken hätte es keine Unabhängigkeit gegen.

Der Balkan war seit dem Spätmittelalter der einzige Raum in Europa mit einer christlich-muslimischenKonfrontation und Kohabitation. Die osmanische Herrschaft auf dem Balkan hat bis 1913 gedauert.

Die Umsetzung des Abkommens einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit der Sandzak Region im serbischen Teil wurde nicht realisiert

Die Region Sandzak blicken heute mit Zuversicht auf die EU-Regionen im Norden bzw. Westeuropa. Auch erhoff man sich die Unterstützung der EU.

Fortsetzung folgt…

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